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Hier finden Sie alle Redaktionsbeiträge für Erstsemester und für Langzeitstudierende. Wir bemühen uns, die Informationen fortlaufend zu aktualisieren, zahlreiche Links laden dazu ein, direkt zu Angeboten anderer Websites zu kommen. Wer Anregungen hat, bitte mit dem Kontaktformular bei uns melden.
 
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Verschiedenes 

Freiburger Kleinkunstpreis für Studierende 2020

Freiburger Kleinkunstpreis für Studierende 2020
Foto: Veranstalter

Das Studierendenwerk Freiburg und das Freiburger Vorderhaus loben zum siebten Mal den „Freiburger Kleinkunstpreis für Studierende“ aus. Der Preis bietet Studentinnen und Studenten, die kleinkünstlerisch tätig sind, die Möglichkeit, sich im Wettbewerb mit ihrem Können zu profilieren, sich einem neuen Publikumskreis vorzustellen und - nicht zuletzt - Preisgelder bis zu € 500 zu gewinnen.
Bewerbungen nimmt das Studierendenwerk ab sofort entgegen. Von Comedy über Musikkabarett bis hin zu A Cappella, Artistik, Wortkunst und Zauberei ist ein breites Spektrum erlaubt. Vom Wettbewerb ausgeschlossen sind Bands, Gruppen mit mehr als 5 Personen und Studierende über 30 Jahre. Detaillierte Infos zu Ausschreibung und Bewerbung gibt es auf der Website des Studierendenwerks www.swfr.de/veranstaltungen/kultur/kleinkunst/

Bewerbungsschluss ist der 25. September 2020.

Der Wettbewerb mit anschließender Preisverleihung findet am Sonntag, 13. Dezember 2020 um 19.00 Uhr im Vorderhaus statt. Die Teilnehmenden haben am Abend des Wettbewerbs 10 Minuten Zeit, um die Jury und das Publikum mit einem Kurzauftritt für sich zu gewinnen. Originalität, authentische Darbietung und Unterhaltung stehen bei der Bewertung im Vordergrund.
Eine Jury entscheidet über die Vergabe der Preise. Die drei Erstplatzierten können sich neben Geldpreisen - 500 € für den 1. Platz (gestiftet vom Alumni Freiburg e.V., dem Förderverein der Universität), 300 € für den 2. Platz (gestiftet vom Studierendenwerk Freiburg) und 200 € für den 3. Platz (gestiftet vom Vorderhaus) – auf Folgeauftritte in der MensaBar in der Rempartstraße freuen. Zusätzlich wird ein Wettbewerbsteilnehmer vom Publikum auserkoren und bekommt den Publikumspreis (Überraschung) verliehen.

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Verschiedenes 

Demokratie in der Krise?

„Deutschland & Europa“ – Zeitschrift für Gemeinschaftskunde, Geschichte und Wirtschaft mit neuer Ausgabe

Mit Bedrohungen der liberalen Demokratien setzt sich die Neuausgabe der Zeitschrift „Deutschland & Europa“ auseinander. Bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) liegt das Heft „Demokratie in der Krise?“ nun vor. Der einführende Beitrag befasst sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf freiheitliche Gesellschaften. Gegen die Einschränkungen der Grundrechte, die vor der Ausbreitung des Virus schützen sollen, formiert sich breiter Protest.

Weitere acht Aufsätze spannen einen weiten Bogen. Gefragt wird, wie gefährdet liberale Demokratien sind – angesichts vieler Stimmen, die von ihrem „Niedergang“, dem „Zerfall“ oder gar dem „Ende“ künden. Ein vergleichender Überblick analysiert die Unterschiede zwischen Demokratien und Autokratien. Ein weiterer Beitrag nimmt die westlichen Demokratien „zwischen Partizipation und Wohlstand“ in den Blick. Und die Gefährdungen der deutschen Demokratie? Handelt es sich um „Krise oder Alarmismus?“ Das Heft setzt sich mit Populismus, sozialen Bewegungen von rechts und links, politisch motivierter Gewalt sowie antidemokratischen und rechtsextremen Einstellungen auseinander.

Zusätzlich zu den Fachbeiträgen stellt die Zeitschrift jeweils einen Abschnitt mit Materialien zur Verfügung. Die Schaubilder, Karikaturen oder Auszüge aus der Qualitätspresse ermöglichen es, europäische Fragenstellungen im Unterricht kontrovers darzustellen und sachlich zu diskutieren. Mit „Deutschland & Europa“, der Zeitschrift für Gemeinschaftskunde, Geschichte und Wirtschaft, unterstützt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg den europapolitischen Unterricht. Die zweimal jährlich erscheinenden Ausgaben richten sich an Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg, insbesondere an die der Klassen- und Kursstufen 10 bis 12/13.

Das D&E-Heft 79-2020 „Demokratie in der Krise“ umfasst 92 Seiten und ist kostenlos. Es kann (auch als Klassensatz) online bei der Landeszentrale bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop oder www.deutschlandundeuropa.de. Die Versandkosten werden in Rechnung gestellt.

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Verschiedenes 

Neu: BLOG der Katholischen Akademie in der Corona-Krise

Neu: BLOG der Katholischen Akademie in der Corona-Krise
(c) Katholische Akademie Freiburg

Freiburg, 28.05.2020: Die Katholische Akademie Freiburg hat ganz neu einen BLOG „Münsterblick“ veröffentlicht. Mit dem Blog auf www.katholische-akademie-freiburg.de/blog eröffnet die Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg einen virtuellen Raum, um über all die Themen zu sprechen, die sich aktuell mit der Corona-Pandemie stellen. Der Blog ist zu allererst ein Dialog-Angebot, um in diesen Zeiten, in denen keine Präsenzveranstaltungen möglich sind, im Gespräch bleiben zu können.

Der neue Blog ist nach dem schönsten Raum der Akademie benannt. Dieser Raum heißt „Münsterblick“. Von dort aus hat man einen weiten Blick, über das sommerliche Treiben im Stadtgarten, die Stadt und weit über sie hinaus. Der so wunderbar offen und leicht gestaltete Turm des Freiburger Münsters bietet in dieser Weite dabei einen Orientierungspunkt. Der Blick nach außen, sozusagen über den Kirchturm hinaus, ist Aufgabe und Auftrag der Katholischen Akademie.

Die Akademie lädt zur Begegnung auch im virtuellen Münsterblick ein ...

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Veranstaltungen 

Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK Freiburg

Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK Freiburg
Reiner Seliger: Up and Down - Kreide in Plexiglas (c) Reiner Seliger

Do 18. Juni, 17–20 Uhr
Wiedereröffnung
Up + Down, Reiner Seliger
Zweite Ausgabe mit neuen Arbeiten und Raumskizzen in Galerie 2
Ausstellung: Do 18. Juni– So 29. Juni 2020
Do-Fr 17–20 Uhr; Sa 14–20 Uhr; So 14–18 Uhr
Galerie 1+2

Do 18. Juni, 18:00 Uhr
Begrüßung und Buchpräsentation
Up + Down, Reiner Seliger, Freiburg: Syntagma Verlag, 2020
Präsentation Florian Thate, Abstandhalter
Parkplatz, E-WERK

Für die Buchpräsentation ist eine Anmeldung wegen der Corona-Bestimmungen erforderlich, es gelten die allgemeinen Schutzbestimmungen
Bis Mi 17. Juni an spaet@ewerk-freiburg

Die Galerie für Gegenwartskunst im E-WERK ist bereit für die Wiedereröffnung der Ausstellung Up + Down mit Werken von Reiner Seliger. Die Ausstellung ist nach deren vorzeitigem Ende durch den Corona-Lockdown jetzt nochmals zwei Wochen, bis Ende Juni zu sehen. Anlässlich der Wiedereröffnung präsentieren wir den soeben im Syntagma Verlag Freiburg erschienenen Ausstellungskatalog mit einem Text von Pablo Bianchi. Der Katalog ist für 25 € erhältlich.

Für diese unverhoffte zweite Ausgabe hat Reiner Seliger in Galerie 2 neue Raumskizzen geschaffen und präsentiert neue Arbeiten. Er setzt damit seine künstlerische Methode des Experimentierens mit Industriematerialien fort. Die Aktion als Gestaltungsfaktor, über den der Künstler nur bedingt Kontrolle hat, kommt hier zum Einsatz.

Für die erste institutionelle Einzelausstellung in Freiburg konzipierte der Freiburger Künstler Reiner Seliger neue Arbeiten in Auseinandersetzung mit den Ausstellungsräumen. Er nutzt seine bekannte Ästhetik der Zerstörung und Wegwerfmaterialien, um die unterschiedlichen Raumstrukturen auf neue Weise erfahrbar zu machen. Die ästhetischen Eigenschaften des Materials treten erst durch den künstlerischen Bearbeitungsprozess in Erscheinung. So erhalten die industriellen Abfallprodukte in der Kunst ein neues Zuhause.

In der Galerie 1 sind neue und neuartige Kreidearbeiten ausgestellt. In dieser Werkserie setzt Seliger erstmals das erneute Abbrechen von Kreiden als Methode für den kreativen Prozess ein. Durch schnelle, intuitive Aktion auf homogenen Kreideoberflächen werden Zufall, Kraft und Tempo zu Gestaltungsgrössen. Ähnlich wie Ziegel und vergleichbar der Mineralogie von aufgebrochenen Steindrusen zeigt Kreide erst gebrochen ihre fantastische Ästhetik. Mit dem Ziegelbruch experimentiert Seliger seit mehr als 20 Jahren und wendet die Technik nun auf andere Materialien an.

Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK Freiburg
Eschholzstrasse 77
D-79106 Freiburg
www.gegenwartskunst-freiburg.de

Öffnungszeiten: Do/Fr 17–20 Uhr; Sa 14–20 Uhr; So 14–18 Uhr

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Verschiedenes 

Buchtipp: "Diagnose Krebs"

Buchtipp: "Diagnose Krebs"

Ein Ratgeber für Angehörige und Freunde

Die Diagnose Krebs wirft Fragen auf. Was jetzt? Wie soll und wie kann es weiter gehen? Medizinisch werden die Krebskranken gut und schnell versorgt. Doch was können Angehörige und Freunde tun? Wie können Patienten in allen Phasen der Erkrankung begleitet werden – bis sie geheilt sind, oder auch bis in den Tod? Ein neues Buch der Stiftung Warentest, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe entstand, hilft allen Betroffenen durch die schwere Zeit. Es gibt viele Tipps, macht Mut, Hoffnung, und es tröstet.

„Wir wollen uns an alle richten, die einem Krebspatienten nahe stehen“, so Projektleiterin Veronika Schuster. „Denn sie sind oft mehr betroffen als ihnen selbst klar ist.“ Deshalb empfiehlt der Ratgeber, beim engagierten Einsatz für das Wohl des Patienten auch auf sich zu achten, um gesund zu bleiben. Das heißt zum Beispiel: eigene Grenzen setzen und sich Zeit für sich nehmen.

Die Stärke des Buches ist wie alle Bücher der Reihe für Angehörige und Freunde, dass es direkt und offen ist, und alle relevanten Themen und Fragen abdeckt. Es steigt ein beim Schock, wenn Gewissheit herrscht und die Diagnose steht und nimmt die Leser sofort an die Hand. Was jetzt? Wie umgehen mit der neuen Situation? Es stellt Therapien vor und wie man den Weg des Kranken unterstützen kann, hilft, das Gespräch zu suchen, es ermuntert, schwierige Themen nicht auszuklammern. Auch wie man den Krebs seelisch überwindet, ist ein Kapitel. Manchmal muss etwa eine Paarbeziehung neu gestaltet werden, oft bleiben Ängste, und man muss lernen, mit ihnen umzugehen. Schließlich geht es auch um die Themen Finanzen und Recht, von Vorsorge bis zu Leistungen im Pflegefall.

Zahlreiche sensibel aufgenommene Fotos der Ostkreuz-Fotografin Sybille Fendt von Betroffenen und viele Checklisten und Infokästen schaffen im Ratgeber optische und inhaltsreiche Pausen. Sie helfen, die Informationen auch häppchenweise zu verwerten. Krebs ist nicht von heute auf morgen ausgestanden, und mit diesem Buch gibt die Stiftung Warentest den Lesern einen Begleiter auf einem langen, mitunter sehr schmerzvollen, aber oft auch hoffnungsvollen Weg an die Hand.

Diagnose Krebs hat 192 Seiten und ist ab dem 19. Mai 2020 für 19,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/diagnose-krebs.

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Verschiedenes 

Demokratinnen und Demokraten für das Grundgesetz

Erklärung des Landesnetzwerks Politische Bildung Baden-Württemberg zum 23. Mai 2020

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik fällt der Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes, der 23. Mai, in eine Zeit, in der zentrale Grundrechte zur Eindämmung einer Pandemie eingeschränkt worden sind. Das Landesnetzwerk Politische Bildung Baden-Württemberg nimmt diese außergewöhnliche Situation vor dem 71. Geburtstag des Grundgesetzes an diesem Samstag zum Anlass für eine Erklärung. Diese bekennt sich zu den Grundrechten und wirbt zugleich für eine verantwortungsbewusste Abwägung von Freiheitsrechten einerseits sowie Gesundheits- und Lebensschutz andererseits. Das Bündnis bezieht mit der Erklärung auch Stellung zum aktuellen Protest gegen die derzeitigen Einschränkungen der Grundrechte.

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Verschiedenes 

EU-Farm to Fork- und Biodiversitätsstrategie

EU-Farm to Fork- und Biodiversitätsstrategie
Europaflagge / Foto: Creative commons

EU-Kommission wagt vielversprechenden Schritt für mehr Nachhaltigkeit

Am heutigen Weltbienentag (20.05.2020) hat die Europäische Kommission die lang ersehnten Farm to Fork- und Biodiversitätsstrategien vorgestellt. Slow Food sieht darin die Chance, den transformativen Wandel in Gang zu setzen, um nachhaltige Lebensmittelsysteme umzusetzen und Umwelt, Bäuer*innen und unsere Gesundheit zu schützen. Die Strategien lassen auch eine grünere Covid-19-Exit-Strategie mit Fokus auf widerstandsfähige Systeme erhoffen. Slow Food wird genau verfolgen, ob auf die versprochenen Maßnahmen entsprechende Taten folgen.

Während die Farm to Fork-Strategie der erste wirkliche Versuch einer gemeinsamen Lebensmittelpolitik der EU ist, erkennt die EU-Biodiversitätsstrategie den grundlegenden Wert der biokulturellen Vielfalt an. Dies sind zwei Meilensteine, für die sich Slow Food seit Jahren einsetzt. Beide Strategien berühren viele wesentliche, miteinander verknüpfte Aspekte wie die Förderung der Agrarökologie, nachhaltiger Ernährung und die Notwendigkeit, die Tierhaltung nachhaltiger zu gestalten.

Dazu Marta Messa, Leiterin von Slow Food Europe in Brüssel : "Wir brauchen einen umfangreichen und langfristig gedachten Ansatz, um den Übergang zu einem wirklich nachhaltigen und widerstandsfähigen Ernährungssystem, das das Wohlergehen von Bäuer*innen, Landarbeiter*innen, Verbraucher*innen und der Umwelt respektiert, zu vollziehen. Die EU-Farm to Fork- und Biodiversitäts-strategie sind ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir begrüßen es, dass die Strategien hervorheben, dass Landwirt*innen und Fischer*innen Teil der Lösung sind und dass sie Unterstützung benötigen, um den Übergang zur Agrarökologie zu erreichen. Insgesamt sind die Ziele und Aktionen ehrgeizig und senden ein starkes Signal für die zu erreichenden Ziele, die alle Akteur*innen des Lebensmittelsystems einbeziehen.“

Slow Food bedauert allerdings, dass die EU-Kommission die neue Gentechnik in die Farm to Fork-Strategie aufgenommen hat und das trotz des EuGH-Urteils von 2018 und der heftigen Kritik von Slow Food und vieler anderer NGOs zu diesem Thema. Dies untergräbt die in der Biodiversitätsstrategie anerkannte Tatsache, dass regionaltypische und alte Sorten und Nutztierrassen dazu beitragen können, den Verlust der biokulturellen Vielfalt und somit der genetischen Vielfalt aufzuhalten.

Obwohl die neue EU-Biodiversitätsstrategie anerkennt, dass Vögel und Insekten auf dem Ackerland, insbesondere Bestäuber wie Bienen, "Schlüsselindikatoren für die Gesundheit der Agrarökosysteme" sind, sind die Pestizid-Reduktionsziele von 50% immer noch zu niedrig, um das rapide Sterben der Bestäuber umzukehren. Slow Food ist Teil der Europäischen Bürgerinitiative "Rettet Bienen und Bauern", die ein Reduktionsziel von 80% bis 2030 und einen vollständigen Ausstieg aus synthetischen Pestiziden bis 2035 fordert. Diese Ziele sind durchaus erreichbar, wenn Landwirt*innen angemessen entlohnt würden und einen Anreiz erhielten, die biologische Vielfalt zu bewirtschaften.

Slow Food stimmt mit der Kommission darin überein, dass die Farm to Fork- und Biodiversitätsstrategien, die Teil des Europäischen Grünen Deals sind, ein Katalysator für den EU-Konjunkturplan nach der Covid-19-Pandemie sein werden und ermutigt das Europäische Parlament und den EU-Rat, die Umsetzung beider Strategien zu unterstützen und an der Verbesserung der unten genannten Slow-Food-Forderungen zu arbeiten.

Die Strategien müssen:
• Die biokulturelle Vielfalt weiter schützen und fördern, indem sie Anreize für Erzeuger*innen einführen. Die Umsetzung von Vielfalt auf dem Acker muss belohnt werden, die Registrierung von Saatgutsorten in öffentlichen Registern muss sichergestellt werden und die konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren muss frei von Patentansprüchen gehalten werden;

• Unterstützung der Agrarökologie durch eine Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), um kleine agroökologische Betriebe zu unterstützen; und durch die Unterstützung des agroökologischen Übergangs durch unabhängige landwirtschaftliche Beratungsdienste;

• Unterstützung der Landwirt*innen bei der Entwicklung von Alternativen zu synthetischen Pestiziden, um eine 80% Reduzierung des Pestizideinsatzes bis 2030 und einen vollständigen Ausstieg bis 2035 zu erreichen;

• Erstellung eines speziellen Aktionsplans zum reduzierten Konsum tierischer Lebensmittel (Fleisch, Milchprodukte und Eier) und zur Verbesserung der Art und Weise, wie diese in der EU erzeugt und konsumiert werden, um von der industriellen Landwirtschaft wegzukommen und zu einer zirkulären, extensiven Tierproduktion als Teil gemischter Landwirtschaftssysteme überzugehen;

• Allen Europäer*innen agrarökologische Lebensmittel zugänglich machen, indem bis 2030 die Zahl sozial-ökologischer Systeme wie der solidarischen Landwirtschaft um 20% gesteigert wird in Europa;

• Schaffung fairer Versorgungsketten und gerechter Arbeitsbedingungen für alle Landwirt*innen, Landarbeiter*innen, Lebensmittelhandwerker*innen und insbesondere für landwirtschaftliche Wanderarbeiter*innen, Jugendliche und Frauen;

• Aufrechterhaltung der Entschließungen des Parlaments vom Oktober 2016 und Oktober 2017 gegen die Genehmigung genetisch veränderter Organismen (GVO) durch die Kommission und zu den Bemühungen, das Verbot des Anbaus von GVO durch die EU-Mitgliedstaaten im Einklang mit dem Ziel des Schutzes der biologischen Vielfalt, der Natur und des Bodens zu erleichtern;

• Unterstützung der raschen Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs von 2018, in dem klargestellt wird, dass neue Techniken der Gentechnik unter die EU-Gesetzgebung über GVO fallen, und Gewährleistung, dass gentechnisch veränderte Sorten das übliche Risikobewertungsverfahren durchlaufen, rückverfolgbar sind und gekennzeichnet werden.

Mehr Informationen in der Antwort von Slow Food online ...

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Politische Bildung zum Hören

Politische Bildung zum Hören

Die Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) Sibylle Thelen spricht im LpB-Podcast darüber, warum politische Bildung in Corona-Zeiten wichtiger denn je ist.

Homeschooling, Kurzarbeit, abgesagte Großveranstaltungen, Maskenpflicht – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben unseren Alltag in nie da gewesener Weise verändert. Wir müssen Einschnitte in unseren wichtigsten Rechten, den Grundrechten, dulden. Das und vieles mehr berührt auch unser Selbstverständnis von Demokratie. Daneben erleben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur, extreme Meinungen werden lauter, die Stimmung reicht von Politikverdrossenheit bis hin zu starker Unsicherheit und Unzufriedenheit. Politische Bildung bietet hier Hilfe zur Selbsthilfe.

Denn politische Bildung kann laut LpB-Direktorin Sibylle Thelen bestimmte Instrumente, wie zum Beispiel die Wissensvermittlung oder auch die Unterstützung bei Reflexionsprozessen, an die Hand geben. Ebenso fördere politische Bildung die Erfahrung der Selbstwirksamkeit. Diese Handlungsorientierung sei wichtig in Zeiten, in denen wir eben doch sehr weit verbreitet Erfahrungen der Ohnmacht machen angesichts eines Virus, das die ganze Welt im Griff hat. Die aktuellen Konflikte stünden beispielhaft für generelle Fragen der politischen Bildung, so Thelen weiter. Die Landeszentrale für politische Bildung macht den Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche digitale Angebote von Web-Talks, E-Learning-Kursen, der LpB-Homepage bis hin zum Podcast. Allerdings stellt Sibylle Thelen fest: „Wenn es darum geht, die Demokratie zu verteidigen und auch die Demokratie zu verinnerlichen, sind letztendlich alle Bürgerinnen und Bürger gefragt.“

Beim LpB-Podcast kommen regelmäßig gesellschaftliche, politische oder historische Kontroversen zur Sprache – bearbeitet mit den Handwerkzeugen der politischen Bildung. Die Hörerinnen und Hörer erfahren mehr über wissenswerte Fakten, deren Für und Wider, gesellschaftliche Hintergründe und die Bedeutung demokratischer Werte. Mit dem Podcast sollen Gedanken angestoßen und zur eigenen Meinungsbildung angeregt werden – auch um für einen themenbezogenen Konflikt gewappnet zu sein.

Der LpB-Podcast „POLITISCH BILDET“ kann über die Homepage der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg unter www.lpb-bw.de/lpb_podcast.html gehört werden. Zudem gibt es ihn bei Spotify, SoundCloud, podcast.de und i-Tunes.

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