Prolix Studienführer - Freiburg
Samstag, 03.Dezember 2022 Uhr

 
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Guten Mittag liebe Besucher unserer Webseite des Freiburger Studienführers!
 
Hier finden Sie alle Redaktionsbeiträge für Erstsemester und für Langzeitstudierende. Wir bemühen uns, die Informationen fortlaufend zu aktualisieren, zahlreiche Links laden dazu ein, direkt zu Angeboten anderer Websites zu kommen. Wer Anregungen hat, bitte mit dem Kontaktformular bei uns melden.
 
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Verschiedenes 

Nachhaltigkeit & Greenwashing – alles im grünen Bereich?

Neue Ausgabe der Unterrichtshandreichung „Mach´s klar! Politik – einfach erklärt“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB)

Warum Nachhaltigkeit wichtig ist und was der CO2-Fußabruck genau bedeutet, erläutert diese neue Ausgabe von „Mach´s klar!“. Sie stellt das „Drei-Säulen-Modell“ vor, das mit den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales die Sektoren nennt, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gleichermaßen zu beachten sind. Dazu bietet die Handreichung eine anschaulich gestaltete Zuordnungsaufgabe, die aktuelle Probleme und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Ein abschließender Teil setzt sich mit „Greenwashing“ auseinander. Was man darunter versteht und warum es eine kritische Bezeichnung für bestimmte Unternehmensstrategien ist, zeigen Beispiele.

Die LpB-Reihe „Mach´s klar!“ erläutert politische Themen in vereinfachter Form. Sie unterstützt den am aktuellen Geschehen orientierten Politikunterricht. Jede Ausgabe ist für eine Schulstunde konzipiert und umfasst vier Seiten im DIN A 4-Format, die auch als Kopier- oder Folienvorlagen verwendbar sind. Die Handreichung ist mit Schaubildern, Tabellen und Lückentexten ansprechend gestaltet und enthält Arbeitsaufgaben. Unter www.lpb-bw.de/machs-klar stehen online Zusatzmaterialien zur Verfügung: Arbeitsblätter mit Lösungen, Links zu Videos und Learning Apps. Die Inhalte der Handreichung lassen sich damit aufgreifen und interaktiv vertiefen.

„Mach´s klar!“ ist kostenlos und kann als Druckversion (auch als Klassensatz) im LpB-Webshop www.lpb-bw.de/shop bestellt werden. Dort steht die Ausgabe auch im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Verschiedenes 

Essay von Lars Jaeger

Essay von Lars Jaeger
Lars Jaeger © Philip Hiller

Wie werden Technologien in der Zukunft vorangetrieben – immer noch durch Wissenschaft und Kapitalismus?

In den 1950er und 1980er Jahren hielt der berühmte Quantenphysiker Richard Feynman zwei Vorträge, die noch heute viel zitiert werden und als Vision und Programm für völlig neue Technologien im 21.Jahrhundert gesehen werden können. Unter dem Titel „There’s Plenty of Room at the Bottom“ beschrieb er 1959, wie zukünftige Technologien auf mikro- und nanoskopischer Ebene funktionieren könnten. Die Ideen seines Vortrags wurden zur Grundlage der heutigen Nanotechnologie. In seiner zweiten visionären Rede im Jahr 1981 entwickelte Feynman die Idee eines Quantencomputers, ebenfalls eine Technologie, die wir möglicherweise schon bald erleben könnten. Ein solcher Computer, in dem subatomare Teilchen zur Datenspeicherung und -verarbeitung eingesetzt werden, basiert im Kern auf bizarren Quanteneigenschaften der beteiligten Teilchen, die eine unvorstellbar höhere Rechengeschwindigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Computern möglich machen.

Mit der Veränderung des Charakters der Wissenschaft durch die Führung der USA sind in den letzten 80 Jahren einige erstaunliche technologische Fortschritte erzielt worden, die letztlich unser modernes Zeitalter erschafft haben. Die Geschwindigkeit, mit der dies geschehen ist, ist erstaunlich. Doch der technologische Fortschritt wird sich in Zukunft noch weiter beschleunigen, wahrscheinlich auch der wissenschaftliche. Die Welt hat sich zwischen 1990 und heute bereits durch Technologien verändert, die viel dramatischere Konsequenzen für unseren Alltag haben als die zwischen 1958 und 1990 entwickelten. Dabei handelt es sich um Technologien, die das Ergebnis wissenschaftlicher Erkenntnisse aus vielen Jahren zuvor sind. Es ist schwer vorstellbar, wie die Welt im Jahr 2054 aussehen wird, wenn sie von völlig neuen Technologien angetrieben wird. Gleichzeitig werden wir aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse in den kommenden Jahren vermutlich noch tiefer in die Geheimnisse der Natur eindringen und mehr und mehr erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Noch bevor wir die wissenschaftlichen Umwälzungen, denen wir heute schon ausgesetzt sind, überhaupt verstanden haben, wird der wissenschaftliche Fortschritt der nächsten Jahre und Jahrzehnte viele vermeintliche Gewissheiten – über die Welt und das Universum, über Raum und Zeit, über Materie und Substanz, über Mensch und Natur und nicht zuletzt über uns selbst und unseren Geist – noch einmal dramatisch umgestalten. Letztlich wird aber der technologische Fortschritt – der maßgeblich von der Wissenschaft von heute und morgen abhängen wird – unsere aller Zukunft bestimmen. Dabei liegt es auf der Hand, dass wir uns nicht nur wissenschaftlichen und technologischen, sondern auch philosophischen Herausforderungen stellen müssen, d. h. der Frage, wie wir mit den Auswirkungen von Wissenschaft und Technologie, die auch erhebliche ethische Fragen aufwerfen, gesellschaftlich umgehen sollen.

Heutige und möglicherweise noch mehr künftige Erkenntnisse der Wissenschaften werden neue Technologien hervorbringen, die höchstwahrscheinlich noch wichtiger für unser Leben sein werden als die heutigen Technologien. Die folgende Liste umreißt die wahrscheinlichsten potentiellen Schlüsseltechnologien der Zukunft – die oft schon heute in Erscheinung treten. Sie haben eine unbeschreibliche Bedeutung für jedes zukünftige menschliche Individuum, aber auch für die menschliche Zivilisation insgesamt.

1. Künstliche Intelligenz – Unser Leben kontrollieren oder es für immer verbessern?
2. Quantencomputer – In der Zukunft millionenfach schnellere Berechnungen oder nur ein Traum der Physiker?
3. CO2-Neutralität – Können wir in den nächsten Jahren genug alternative Energien erzeugen, um eine Klimakatastrophe zu verhindern?
4. Kernfusion – Die Lösung unserer Energieprobleme oder nur ein Gegenstand von Jahrhundertträumen?
5. Genetik – Der Sieg über den Krebs oder die Manipulation der Menschheit?
6. Internet der Dinge – Neue leistungsfähige industrielle Technologien und intelligente Fabrikation oder ein Eingriff in die gesamte Privatsphäre?
7. Neuro-Enhancements – Verbesserung unseres Denkens und Handelns oder Übergang von der heutigen Realität in eine neue, fiktive Welt?
8. Unseren Verstand verstehen – Unser Ich finden oder seine Unauffindbarkeit?
9. Digitale Algorithmen und Big Data – Neue verbesserte Profile für unser Leben oder Kontrolle des menschlichen Denkens und Handelns?
10. Nanotechnologie – Erschaffung nützlicher Dinge aus dem „Nichts“ oder Zerstörung unserer Körper?
11. Stammzellen – Einsatz von Zellen, die alles können, auch für unseren gesamten Körper und Geist?
12. Biotechnologie – Vom Frosch für den Apotheker bis zum Nanoroboter in unserem Körper, Traum oder Wirklichkeit?
13. Lebensmitteltechnologie – Nahrung für 10 Milliarden Menschen oder nur eine wissenschaftliche Traumgeschichte?
14. Synthetisches Leben – Kann der Mensch Gott spielen(?), Teil I
15. Lebensverlängerung – Kann der Mensch Gott spielen(?), Teil II

Fakt ist: Die Veränderung unserer Welt durch den technischen Fortschritt beschleunigt sich. Bei diesem rasanten Wandel spielt der Kapitalismus eine bedeutende Rolle, indem er den wissenschaftlichen Fortschritt vorantreibt und neue Produkte aufgreift. In der Tat haben Kapitalismus und Wissenschaft seit etwa 1820 und mehr und mehr seit 1960 – als die Wissenschaft technologisch noch produktiver wurde – eine mächtige gemeinsame und sehr produktive Rolle gespielt, um neue hochtechnologische Fortschritte zu produzieren. Wissenschaftliche Forschung (und entsprechendes Wissen) ist somit zu einem entscheidenden Faktor für die heutige Führung eines Unternehmens geworden. Das immer engere Zusammenspiel von Kapitalismus und Wissenschaft führt dazu, dass sich die technologische Landschaft heute wesentlich schneller verändert als je zuvor. Sie wird sich in Zukunft wahrscheinlich mit einer heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeit weiterentwickeln. Werden wir überhaupt in der Lage sein, den technologischen Wandel zu begleiten, indem wir uns auch politisch und gesellschaftlich weiterentwickeln und entsprechende philosophische Reflexionen und Verhaltensnormen erreichen? Wir werden es müssen, um die Risiken und Gefahren der neuen Technologien sowie ihre Auswirkungen auf die sozialen Beziehungen und Interaktionen zu bewältigen und zu kontrollieren. Aber können wir da überhaupt mithalten?

In seinem 1932 erschienenen Roman Brave New World beschreibt Aldous Huxley eine Gesellschaft, in der die Menschen durch biotechnologische Manipulationen bereits bei der Geburt in verschiedene Kasten sortiert werden und zugleich alle Wünsche, Sehnsüchte und Begierden durch permanenten Konsum, Sex und die Glücksdroge Soma sofort befriedigt werden. Der Roman wird den meisten Lesern in seinen Grundzügen bekannt sein. Weniger bekannt ist das Jahr, in dem Huxley seine Handlung ansiedelt. Es ist das Jahr 2540 n. Chr., mehr als 600 Jahre nach dem Erscheinen des Romans! Selbst der Visionär Huxley konnte nicht ahnen, dass die realen technischen Möglichkeiten dieses Szenario nach nur einem Jahrhundert nicht nur erreichen, sondern weit übertreffen würden. Technologische Anwendungen kommen in rasantem Tempo, die sozialen, philosophischen und ethischen Herausforderungen müssen im gleichen Tempo bewältigt werden, wenn die Menschheit nicht in der von Aldous Huxley beschriebenen dystopischen Welt enden will. Ist das Zusammenspiel von Wissenschaft und Kapitalismus dafür noch erstrebenswert?

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Lars Jaeger hat Physik, Mathematik, Philosophie und Geschichte studiert und mehrere Jahre in der Quantenphysik sowie Chaostheorie geforscht. Er lebt in der Nähe von Zürich, wo er zwei eigene Unternehmen aufgebaut hat, die institutionelle Finanzanleger beraten, und zugleich regelmäßige Blogs zum Thema Wissenschaft und Zeitgeschehen unterhält. Überdies unterrichtet er unter anderem an der European Business School im Rheingau. Die Begeisterung für die Naturwissenschaften und die Philosophie hat ihn nie losgelassen. Sein Denken und Schreiben kreist immer wieder um die Einflüsse der Naturwissenschaften auf unser Denken und Leben. Im Herbst 2022 erscheinen seine Bücher „Emmy Noether“ (Südverlag) und „Die Neuentdeckung der Welt“ (Springer Verlag).





Gewinnspiele 

ÖFFNUNGSZEITEN DER FREIBURGER FREIBÄDER Wintersemester 2022/23

ÖFFNUNGSZEITEN DER FREIBURGER FREIBÄDER Wintersemester 2022/23
50-Meter-Becken im Westbad (c) Regio-Bäder / Foto: Michael Bamberger

Das Westbad hat Montag und Freitag von 10 bis 21 Uhr geöffnet, Dienstag und Donnerstag von 7 bis 21 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Sonderzeiten: Montag-Freitag: bis 15:40 Uhr 25m Bahnen, ab 16:00 Uhr 50m Bahnen,
Samstag-Sonntag: nur 50 m Bahnen

Das Hallenbad Haslach öffnet von Dienstag bis Freitag von 14 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr.
Das Dampfbad und die Sauna bleiben geschlossen.

Das Faulerbad hat Montag bis Donnerstag von 6 bis 8 Uhr sowie von 13 bis 20 Uhr geöffnet, am Freitag von 8 bis 20 Uhr (allerdings bis 12 Uhr Schwimmen für Senioren und werdende Mütter OHNE Kinder), am Samstag von 9 bis 11 Uhr nur für Frauen und danach bis 18 Uhr (wobei immer am 1. Samstag im Monat von 12 - 16 Uhr ist Spielnachmittag), Sonntag von 9 bis 18 Uhr.
Die Sauna bleibt geschlossen.

Das Hallenbad Hochdorf hat Dienstag und Donnerstag von 18 bis 20 Uhr geöffnet, Freitag von 15 bis 20 Uhr und Sonntags von 8:30 bis 13 Uhr. Donnerstags von 9:30 bis 11 Uhr ist Schwimmen für Senioren und werdende Mütter (OHNE Kinder) und Spielnachmittag ist ab dem 01.10.2022 jeden Samstag von 14:00 - 18:00 Uhr.
Das Hallenbad Hochdorf hat an Feiertagen geschlossen.

Das Hallenbad Lehen öffnet Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr, am Samstag 12:30 bis 14 Uhr ist Schwimmen für Senioren und werdende Mütter (OHNE Kinder) und Spielnachmittag ist ab dem 01.10.2022 jeden Samstag von 14:00 bis 16:00 Uhr.
Das Hallenbad Lehen hat an Feiertagen geschlossen.

VERLOSUNG

Wir verlosen zwei Zehnerkarten für die Freiburger Schwimmbäder der Regio Bäder unter unseren Lesern. Um an dieser Verlosung teilzunehmen, bitte bis 7. November 2022 einschreiben. Die Gewinner werden benachrichtigt und im prolixletter veröffentlicht.

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Veranstaltungen 

Tag der deutschen Vielfalt: Power to the people

Africa Day 2022 | Our Voice
Mo 03.10. | 14:00-20:00 Uhr | Parkplatz und Foyer (EWERK Freiburg)
Vernissage Ausstellung (bis 05.10.): Mo 03.10. | 14:00 Uhr | Foyer

Der 3. Oktober ist der Jahrestag des Lampedusa-Unglücks von 2013, bei dem 366 Menschen ums Leben kamen. Zu diesem Datum wird seit vielen Jahren im E-WERK der „Tag der deutschen Vielfalt“ gefeiert, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Papieren und Hautfarbe einbezogen werden.

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Veranstaltungen 

SOUNDCITY FREIBURG: Sub-, Club- & Popkultur Festival

SOUNDCITY FREIBURG: Sub-, Club- & Popkultur Festival
soundcity-Freiburg-Collage (c) SUBCULTURE URBAN MEDIA

Samstag 8. Oktober 2022 @ Stadtgebiet Freiburg

Grundgedanke dieser Veranstaltung (eine Kooperation von subculture urban media x kulturaggregat e.V.) ist, die Vielfalt und den Facettenreichtum der Freiburger Sub-, Club- & Popkultur zu repräsentieren - sicht- und erlebbar zu machen. Als Leinwand für Diversität und Dynamik regionaler Freizeitaktivist*innen, als Werkschau interdisziplinärer urbaner Kunst und Kultur.

Das soundcity Festival möchte animieren und beitragen, dass sich die Freie Szene auch weiterhin als Experimentierfeld und Inkubator für Innovationen in Musik, Mode, Design, Technik, Literatur, Kunst und Gastronomie sowie als Schule für kreative, soziale und kommunikative Kompetenzen entfalten kann. #soundcityfreiburg

Das soundcity Festival setzt sich zusammen aus insgesamt 15 Produktionen und künstlerischen Beiträgen:

Ausstellung: 90er Rave Art & Style: Flyer, Fotos, Fashion – Nostalgie vs. State of the Art

Techno hat seine eigene Mode, sein eigenes Design, seine eigenen Drinks und auch seine eigenen Drogen. Was in den 90ern noch massig Distinktionspotenzial barg, oszilliert heute recht harmlos aber aktuell ziiiemlich trendy – musikalisch und auch in der Mode – irgendwo zwischen Revival und Zitat. Diese Ausstellung versammelt historische und ästhetische Trigger, Inspirationen und Souvenirs aus der Blütezeit der Raving Society.

> Vernissage: Freitag 7. Oktober (18-23 Uhr) mit DJ Up-Art
Wo: Hilda5, Hildastraße 5, 79102 Freiburg
Wann: Freitag 7. Oktober (18-23 Uhr), Samstag 8. Oktober (13-18 Uhr), Sonntag 9. Oktober (13-18 Uhr). Läuft bis Samstag 29. Oktober 2022: montags und mittwochs 15-19 Uhr und samstags 13-18 Uhr
Eintritt: FREI!

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Lesung: Pop-Musik sammeln – Zehn ethnografische Tracks zwischen Plattenladen und Streamingportal

Streaminganbieter, Plattenläden, Tonträgerbörsen, CD-Sammlungen von Familienangehörigen – nie gab es so viele Möglichkeiten auf Musik zuzugreifen wie heute. In zehn ethnografischen Tracks zeigt Christian Elster (ehem. The Seducers, Freiburg), was Musiksammeln im digitalen Zeitalter für Menschen bedeuten kann. Beleuchtet werden Praktiken, Artefakte, Orte, Diskurse und Figuren des Sammelns.

Wo: The Great Räng Teng Teng, Grünwälderstraße 6, 79098 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr)
Eintritt ab 18 Jahre: 10 € AK oder VVK via https://freiburg-subculture.reservix.de/events

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Workshop: Three Songs, no Flash! – Konzertfotografie mit Michaela Klaehn

Michaela Klaehn ist Foto- und Videografin mit Fokus auf, und Leidenschaft für Musik – Konzertdokumentationen, Bandfotos, Videoclips. Einst als Designerin in die Manege der Kultur- und Kreativschaffenden gestiegen, gilt das Hauptaugenmerk mittlerweile der Kamera.

Einer Vorbesprechung folgt eine angeleitete Fotosafari (bitte eigene Kamera mitbringen) zu Tanz- und Musikaufführungen des soundcity Festivals.

Wo: Treffpunkt im Café Atlantik, Schwabentorring 7, 79098 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (16-22 Uhr)
Teilnahme ab 18 Jahre / Gebühr: 20 € (Kurs inkl. digitale Nachbesprechung) VVK via https://freiburg-subculture.reservix.de/events

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Workshop: LoopStation – Musikproduktion mit Lisa Supertramp

Die Freiburger Musikerin Lisa Supertramp (check Track: „Kopf aus, Welt ein“) arbeitet seit Jahren im Studio und auch live mit LoopStations. Komplettiert wird ihr Set-up von einer Gitarre, einer Violine, ihrer Stimme sowie einer Groovebox. Dieser Schnupperkurs für Teilnehmer*innen mit musikalischen Vorkenntnissen (gerne eigenes Instrument mitbringen) vermittelt, wie eine LoopStation funktioniert und wie man diese nutzt, um damit Musik zu machen.

Wo: Decker Garage, Haslacher Straße 25, 79115 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (15-18 Uhr)
Teilnahme ab 18 Jahre / Gebühr: 20 € VVK via https://freiburg-subculture.reservix.de/events

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Workshop: Bügelperlen – Pixel-Streetart mit Joern Meinen

Neben seiner Leidenschaft und Expertise Stencil Art, beschäftigt sich der Freiburger Streetart Künstler Joern Meinen schon länger mit Bügelperlen. Bü-gel-per-len? Ja, richtig gelesen! Mit diesem Kinderspielzeug kann man nämlich sehr detailreiche Bilder entwerfen. In diesem Workshop wird ein Selbstportrait (oder Portrait nach Wahl) gestaltet. Zum Mitnehmen. Material wird gestellt. Nur das Bild/Foto muss vorab (per Mail an info@subculture.de) gesendet werden.

Wo: hier & jetzt am Turmcafé, Zähringer Straße 44, 79108 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (15-19 Uhr)
Teilnahme ab 16 Jahre / Gebühr inkl. Material: 25 € VVK via https://freiburg-subculture.reservix.de/events

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Breaking Street Show: Directors Cut Crew – hosted by Corner e.V.

Was in den 70ern neben Rap und DJing als die komplettierende Säule der heiligen HipHop-Dreifaltigkeit seinen Anfang nahm, wird bei den Sommerspielen 2024 in Paris olympische Premiere feiern. Gemeint ist Breaking – eher ungern Breakdance genannt. Astrit Berisha und seine Crew „Directors Cut“ – Gewinner der ersten Deutschen Break-Liga und Veranstalter des Freiburger Urban Dance Festivals „Sensei Sessions“ – zeigen mal wieder worum es eigentlich geht.

Wo: Ganter Unterführung, Schwarzwald-/Talstraße, 79117 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (16 + 17 + 18 Uhr)
Eintritt: FREI!

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Discover: Sound of Freiburg

Peter Winkler, Kopf hinter dem Online-Projekt „Soundarchiv Freiburg“ und langjähriger DJ im Crash, spielt die ganze Nacht die größten Hits von Indie-, Alternative-, Rock-, Pop-, Melodic-Metal-, Electro-, HipHop- und Pop-Punk-Bands sowie Solo-Musiker*innen. Der Clou an der Sache: Alle Tracks, alle Songs und alle Lieder – made in Freibuuurg! Listen des musikalischen Abendrepertoires gibt’s zum Quizzen oder zur Einkaufzettelerstellung vor Ort.

Wo: ELPI, Schiffstraße 16, 79098 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (23-5 Uhr)
Eintritt: 5 €

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Multimedia-Vortrag: Queer Pop Culture – hosted by LocArtista

Wer sich mit Fragen nach Queerness und Popkultur befasst, wird schnell erkennen, dass sich in den vergangenen Jahren sehr viele, vor allem sehr erfolgreiche Musiker*innen wie Janelle Monáe und Lil Nas X vermehrt mit den Themen der LGBTQI* auseinandersetzen und sich in einem popkulturellen Diskurs des Queeren verorten. Die Medienkulturwissenschaftlerinnen Bettina Papenburg und Kathrin Dreckmann spüren dieser Entwicklung nach und überkreuzen theoretische Reflexionen mit konkreten Musikvideoanalysen.

Wo: Das JOS aka Jos-Fritz-Café, Wilhelmstraße 15/1, 79098 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr)
Eintritt: 5 € AK oder VVK via https://freiburg-subculture.reservix.de/events

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Kino: Italo Disco – Der Glitzersound der 80er

Alessandro Melazzini skizziert in seinem Dokumentarfilm (Deutschland/Italien 2021) die Entstehung und Entwicklung des Musikgenres Italo Disco. Er zeigt den Einfluss dieser popkulturellen Ausnahmeerscheinung auf die elektronische Musik und die für seinen Erfolg bedeutsame Entwicklung in Deutschland. Ein Film über den eingängigen synthetischen Sound, die schrille bis bizarre Ästhetik, die abenteuerlichen Texte und Videos sowie die teils windigen Machenschaften der Protagonisten.

Wo: Kommunales Kino, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Wann: Freitag 7. und Samstag 8. Oktober 2022 (je 19.30 Uhr)
Eintritt: AK & VVK 8 € via www.koki-freiburg.de

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Tonträgermarkt: CD- & Schallplattenbörse

Eine halbe Million Tonträger auf Vinyl und Polycarbonat aus den Sparten Rock, Pop, Jazz, Soul, Funk, Reggae, Rap, Techno, House, Metal, Punk, Wave und Folkstep auf 600 Quadratmetern – auch vereinzelt Kassetten, Bücher, DVDs und Memorabilia. Zum Probehören stehen vier Plattenspieler mit Kopfhörern bereit und um Kaltgetränke, Kaffee und Snacks kümmert sich das Zuka Solicafé.

Wo: Haus der Jugend, Uhlandstraße 2, 79102 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (10-16 Uhr)
Eintritt: 3 €

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Rollerdisco – hosted by Skatedance Freiburg

Zu fluffigem Disco-Sound lässig übers Parkett cruisen? Die Schauenberghalle der Freiburger Turnerschaft bietet mit original 80er Kulisse und massig Auslauffläche den perfekten Rahmen für den soundcity Skatedance. Da nur ein kleines, nicht reservierfähiges, Sortiment an Leihschuhen (bis Größe 39) zu Verfügung steht, empfehlen wir eigene Rollschuhe oder Inlineskates. Mitfeiern ohne Rollen geht natürlich auch – #flanierticket. Standesgemäßer Sound kommt von Mr. Orlando, Kaltgetränke von Mr. Chill.

Wo: Freiburger Turnerschaft, Schwarzwaldstraße 181, 79117 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022, 13-17 Uhr (Family Fun) + 18-23 Uhr (ab 18 Jahre)
Eintritt: 10 € Rollerticket, 5 € Flanierticket VVK via https://freiburg-subculture.reservix.de/events

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Binge Raving: A Journey through electronic Music – hosted by Bretterbude e.V.

Exakt alle 30 Minuten wechseln die DJs das Genre – abrupt und ohne Rücksicht auf Spannungsbögen und Tanzflächenszenarien. Im Mittelpunkt stehen die Hits und Signature-Tracks verschiedener Gattungen aus dem wunderbaren Zirkus der elektronischen Musik.

Die komplette Staffel ballern die DJs Leika (Ravenna Kollektiv), Miu Ling (Ravenna Kollektiv & Bretterbude), Les.Lie (Hexenwerk), Patman (Bretterbude) und Luedenscheidt (Bretterbude).

Wo: Harmonie Gewölbekeller, Grünwälderstraße 16, 79098 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (22-05 Uhr)
Eintritt: 5 €

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Führung: Black Forest Studio

Die Black Forest Studios sind die ersten professionellen Full Service Filmstudios in Baden-Württemberg mit sieben Stages in unterschiedlichen Größen von 50 bis 2.150 Quadratmetern auf 17.000 Quadratmetern Fläche. Gabriel Kunzelmann – Head of Studio Operations – führt durch die heiligen Hallen, wo Musikvideos, Werbe- oder Dokumentarfilme, Streamings, Kinofilme und TV-Serien zum Leben erweckt werden.

Wo: Black Forest Studios, Dietenbacherstraße 20-22, 79199 Kirchzarten
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (14-15.30 Uhr)
Eintritt: FREI! Kostenlose Tickets und Anmeldung ausschließlich via https://freiburg-subculture.reservix.de/events

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79Connected Showcase: Konzerte, Videos & Open Mic – hosted by OFFLINE.

Als Spiegel, Bühne und Kontaktbörse der Freiburger Rapszene vereint #79Connected (gn) Rapper, Beatbastler und Musikvideoproduzenten. Neben einer Open Mic Stage und der Vorführung aktueller Freiburg-Musikvideos werden die Live-Auftritte von u.a. Shanel feat. D.o.C., Ruca, Celal-O, Nur Original, Inya und Tina Turnup geheadlinet von lilmido (Kara Clique).

Wo: Hilda5, Hildastraße 5, 79102 Freiburg
Wann: Samstag 8. Oktober 2022 (ab 19 Uhr)
Eintritt: 15 € VVK via https://freiburg-subculture.reservix.de/events

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Fassadengestaltung: Mural by Michael Genter

Muralismo ist eine Kunstform, die in den 20er Jahren nach der Mexikanischen Revolution entstand. Die spanische Bezeichnung Murales bezeichnet Wandmalerei im öffentlichen Raum. Wikipedia-Zitat Ende. In Freiburg gibt es kein relevantes Dutzend dieser Kunstwerke. Der Freiburger Künstler (Zeichnungen, Betonskulpturen und Wandbilder) Michael Genter verbessert diesen Missstand im Rahmen des soundcity Festivals um eins.

Wo: Hauswand Freiburg (tba)
Wann: Freitag 7. bis Sonntag 9. Oktober 2022
Eintritt: FREI!

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Das soundcity Festival 2022 wird gefördert im Impulsprogramm „Kultur nach Corona“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, sowie durch das Kulturamt der Stadt Freiburg.

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Verschiedenes 

Strandbad verlängert die Badesaison

Strandbad verlängert die Badesaison
Strandbad Freiburg / Foto: Freiburger Bäder

• Hallenbäder öffnen ab 12.09.2022
• Energiesparmaßnahmen in Hallenbädern umgesetzt

Am 11.09.2022 mit dem Ende der Schulferien, endet die Badesaison in den Freibädern der Regio Bäder GmbH. Jedoch nicht im Strandbad. Aufgrund des guten Wetters wird die Saison im Strandbad um eine Woche bis Sonntag, den 18.09.2022 verlängert. Allerdings gelten dann verkürzte Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr.

Am 12.09.2022 werden die Hallenbäder geöffnet und sind für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Bereits am 12.09.2022 beginnt der erste Schwimmkurs. Die Öffnungszeiten der einzelnen Bäder sind online zu finden (klicke unten auf "mehr")

„Die angekündigten sommerlichen Temperaturen möchten wir für eine Verlängerungsrunde im Strandbad nutzen.“, so Sportbürgermeister Stefan Breiter, „damit die Schwimmbegeisterten, Familien, Kinder und Jugendliche noch ihre Bahnen bis einschließlich 18. September ziehen können.“ Eine längere Öffnungszeit des Strandbades ist aus Personalmangel nicht möglich. Rechtzeitig mit dem Schulbeginn können alle Hallenbäder wieder geöffnet und deren Betrieb sichergestellt werden. Damit können die Schulen und Vereine ihre Schwimmausbildung und ihr Training durchführen und die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit kontinuierlich zu schwimmen.“

Für den Weiterbetrieb des Strandbades in der Nachsaison wird Energie benötigt. Die Verlängerung der Badesaison um eine Woche ist ein Kompromiss zwischen den Wünschen der Freiburgerinnen und Freiburger und der Notwendigkeit, Energie zu sparen. Mit dem Beginn der Hallenbadsaison werden die im Frühjahr begonnenen Energiesparmaßnahmen in den Hallenbädern weitergeführt. Die Wasser- und Raumlufttemperatur in der Badhallen wird um zwei Grad Celsius im Vergleich zum Normalbetrieb abgesenkt. Die Saunen im Faulerbad und Haslacher Bad werden nicht betrieben. Warmbadetage finden nicht statt. Filterrückspülungen werden bei gleichzeitiger Einhaltung der Vorschriften so wenig wie möglich und so viel wie nötig vorgenommen. Zusätzlich wird bei den Lüftungsanlagen eine Nachtabsenkung durchgeführt. Darüber hinaus sind die Unterwasser-Beleuchtungen sowie die Innen-Beleuchtungen in den Bädern mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet oder werden, wie im Faulerbad, in Kürze in der Badehalle auf LED-Technologie umgestellt. Ferner wird der Betrieb der Pumpen der Wasseraufbereitungsanlagen zur Energieeinsparung frequenzgesteuert.

Weiteres Einsparungspotenzial bietet das Absenken der Lufttemperatur in Vorräumen und Umkleidebereichen, sowie in den Personal- und Nebenräumen.

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Veranstaltungen 

Frugalité Créative - Weniger ist genug

Frugalité Créative - Weniger ist genug
Ancy-Dornot, Christophe Aubertin © Olivier Mathiotte

Ausstellung vom 20.09.-25.11.2022 im Centre Culturel Français Freiburg

Am Freitag, den 16. September, dem Abend der Freiburger Nocturne, eröffnen wir im Centre Culturel Français Freiburg die zweisprachige Wanderausstellung „Frugalité créative – weniger ist genug“.

Die zweisprachige Wanderausstellung „Frugalité créative – weniger ist genug“ präsentiert eine Vielfalt an Beispielen frugaler Architektur und bietet einen deutsch-französischen Austausch zu nachhaltigem Bauen, Wohnen und Leben. Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet.

Hintergrund des Projekts:

Der Bausektor erzeugt etwa 40% der Treibhausgase und 40% der Abfälle und verbraucht dabei mehr als 40% der natürlichen Ressourcen. Sowohl in der Architektur als auch in der Stadt- und Raumplanung ist daher ein Paradigmenwechsel hin zu einer ressourcen-schonenden und kreativen Herangehensweise unumgänglich. Um diesen voranzutreiben haben Dominique Gauzin-Müller (Architektin und Publizistin), Alain Bornarel (Ingenieur) und Philippe Madec (Architekt und Stadtplaner) im Januar 2018 die Bewegung „Frugalité heureuse” (www.frugalite.org) ins Leben gerufen und das „Manifest für eine glückliche und kreative Genügsamkeit“ verfasst. Der Bund Deutscher Architekten (BDA) hat im Mai 2019 einen Text mit ähnlichem Inhalt unter dem Titel „Haus der Erde“ veröffentlicht. Das gemeinsame Ziel ist eine Architektur, die respektvoller mit natürlichen Ressourcen umgeht, die das Wissen aus tradierten Bauweisen nutzt und ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne sucht.

Die Ausstellung „Frugalité créative - weniger ist genug“ bietet einen deutsch-französischen Austausch und beleuchtet die verschiedenen Positionen anhand von Beispielen frugaler Architektur, die auf beiden Seiten des Rheins entstanden sind. Die Kuratorinnen Dominique Gauzin-Müller und Kyra Bullert haben 20 beispielhafte Bauten in Frankreich (Grand-Est) und 15 im deutschsprachigen Raum (Baden-Württemberg, Schweiz und Vorarlberg) für die Ausstellung ausgewählt. Studierende der Universität Stuttgart haben die Recherche und die ergänzende Dokumentation der 15 deutschsprachigen Projekte übernommen. Gemeinsam mit der Kommunikationsdesignerin Anna Kraus schuf der Architekt und Ausstellungsgestalter Thomas Rustemeyer eine zeitgenössische Szenografie, die das Publikum zur Interaktion einlädt. Die zweisprachige Wanderausstellung wurde am 15. März 2021 im Wechselraum des BDA in Stuttgart eröffnet. Nach zahlreichen Stationen in Deutschland und Frankreich ist sie nun ab dem 20. September im Centre Culturel Français Freiburg zu sehen.

Was ist nachhaltige Architektur?

Auf regionale Ressourcen und traditionelle Bautechniken zurückzugreifen, ist eine Strategie, die in der Architektur an Bedeutung gewinnt. In Deutschland und erst recht in Frankreich werden immer mehr Gebäude nach dem Prinzip der „Frugalität“ gebaut: Reduzierung des Flächen-, Rohstoff- und Energieverbrauchs. Kurze Lieferketten und der Einsatz regionaler Materialien helfen, Kosten und schädliche Emissionen zu minimieren und gleichzeitig lokale Arbeitsplätze zu schaffen. Bauen mit Strohballen? Skeptiker gibt es immer noch viele, aber Hunderte von großen öffentlichen Einrichtungen und Sozialwohnungen, die im letzten Jahrzehnt in Frankreich gebaut wurden, sind mit diesem reichlich vorhandenen Nebenprodukt der Landwirtschaft gedämmt.

Auf einem Planeten, dessen Ressourcen und Artenvielfalt schwinden, sollten „Bescheidenheit und Angemessenheit“ ein Leitmotiv werden.

Das „Manifest für eine glückliche und kreative Genügsamkeit“ ist der Ausgangspunkt des Projekts. Es appelliert an eine kollektive Intelligenz, denn „die Genügsamkeit lehnt den technologischen Ansatz ab und setzt auf die aktive Beteiligung der Nutzer. Nicht das Gebäude ist intelligent, sondern seine Bewohner“ schreiben die drei Co-Autoren in ihrem engagierten Text, der im Januar 2021 bereits von mehr als 11.500 Menschen weltweit unterzeichnet wurde (www.frugalite.org).

Unter den etwa dreißig Gruppen, die sich in Frankreich und im Ausland gebildet haben, um lokale Lösungen zu unterstützen, sind die in der Region Grand Est besonders aktiv. In Lothringen wird die Gruppe von Christophe Aubertin geleitet, im Elsass von François Liermann. Beide sind auch Partner in diesem Ausstellungsprojekt. Die in der Ausstellung präsentierte Kartierung der regionalen Materialien und Bezugsquellen (Sägewerke, Steinbrüche, etc.), der Handwerksbetriebe und inspirierenden Gebäude, sollen die Besucher anregen sich abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen und sie ermutigen sich am notwendigen ökologischen und gesellschaftlichen Wandel zu beteiligen.

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Verschiedenes 

Atommüll Schweiz: Ein Debattenbeitrag aus der Umweltbewegung

Atommüll Schweiz: Ein Debattenbeitrag aus der Umweltbewegung
(c) mitwelt.org

Die Schweizer Regierung gibt am 12.9.2022 bekannt, wo das "Endlager" für atomare Abfälle gebaut werden soll. Zur Auswahl stehen drei Standorte in der Nähe der Grenze zur Hochrhein-Bodensee-Region. Drei Standorte sind im Gespräch: Die Gebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost in den Kantonen Aargau, Zürich und Thurgau.

- Die kleine Schweiz betreibt heute noch vier (von ehemals fünf) Atomreaktoren, darunter das älteste AKW der Welt in Beznau.
- Drei dieser AKW stehen nahe an der deutschen Grenze. Dazu kommt das grenznahe, hochgefährliche atomare Zwischenlager mit atomarem Verbrennungsofen in Würenlingen.
- Auch die jetzt in der Diskussion befindlichen Gebiete Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost in den Kantonen Aargau, Zürich und Thurgau liegen nicht weit von der Grenze entfernt.
- Die Frage muss erlaubt sein, wie die Schweiz regieren würde, wenn ein Nachbarstaat alle seine atomaren Risiken im Grenzgebiet ballen würde?
- Es geht nach Betreiber-Schätzungen um rund 9.300 Kubikmeter hochradioaktive Abfälle sowie um rund 56.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle, von denen rund die Hälfte beim Rückbau von Kernkraftwerken anfallen. Dazu kommen rund 16.000 Kubikmeter, die im Bereich Medizin, Industrie und Forschung anfallen. Der Großteil der Radioaktivität findet sich im hochradioaktiven Müll, der eine Million Jahre sicher eingeschlossen werden muss.
- Weil "wir Menschen zu schlecht sind, um Atommüll dauerhaft oberirdisch zu lagern", hat die Umweltbewegung zähneknirschend früh die Notwendigkeit eines "möglichst sicheren" Endlagers akzeptiert.
- Weil die Umweltbewegung mit dieser ethisch notwendigen Haltung in den Konflikt gegangen ist, wurde sie nach dem Prinzip der Salamitaktik über den Tisch gezogen und in unendlichen "dialogischen Prozessen" aufgerieben.
- Die von der Atomindustrie abhängige NAGRA (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) hat die Erzeugung der Illusion von Beteiligung sehr gut gemanagt. Je direkter die Demokratie, desto perfekter die PR- und Durchsetzungsstrategien.
- Die NAGRA hat geologisch eine seriöse wissenschaftliche Arbeit geliefert. Sie hat aber frühzeitig die Illusion geweckt, die Schweiz wäre in der Lage, hochradioaktiven Müll zu lagern.
- Die Arbeit der NAGRA war so langwierig und teuer, dass sie heute "too expensive to fail" ist.
- Die Schweiz ist ein geologisch sehr aktives Land. Die immer noch wachsenden Alpen kommen für ein atomares Endlager nicht infrage. Die früh angedachte "Granitoption" war aus geologischen Gründen nicht machbar. Nicht nur die Geologie, sondern auch die politische Akzeptanz scheint leider eine wichtige Rolle bei der Standortauswahl zu spielen.
- Der jetzt als Enlagerformation gepriesene Opalinuston hat Vor- und Nachteile, kommt theoretisch aber für ein atomares Endlager aber infrage.
- Offen ist die Frage, ob es noch sinnvoll ist, Atommüll in nur 600 bis 900 Metern Tiefe vergraben. Die Nutzung des Untergrunds wird in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten massiv zunehmen.
- "Die Standorte Bözberg und Nördlich Lägern liegen über einem Permo-Karbon-Trog, dessen Bedeutung bisher einfach nicht sauber abgeklärt wurde. Findet man tatsächlich Erdgas in diesem Trog, dürften die Tage eines Endlagers in diesen Gebieten gezählt sein" sagt der unabhängige Experte Marcos Buser
- Die Opalinustonschichten in der Schweiz sind im internationalen Vergleich sehr dünn, auch wenn die NAGRA gerne die darüber und darunter liegenden tonhaltigen Schichten dazurechnet.
- Kritische Geologen und Geologinnen weisen auf Schwachstellen der bisherigen Ergebnisse hin. Offen ist die zentrale und entscheidende Frage, ob sich unter den drei vorgeschlagenen Standorten wirklich mindestens einer findet, der den Sicherheitsansprüchen an ein geologisches Tiefenlager für eine Zeitdauer von 1 Million Jahren wirklich genügt.
- Ein Standort am Rhein muss eine Gefährdung der Unterlieger und der Wasserentnahme aus dem Rhein vermeiden.

Politisch unkorrektes Fazit:
Der jetzt am Montag vorgestellte "eine" Standort für das Endlager muss kritisch und unabhängig geprüft werden. Doch was tun, wenn der beste aller schlechten Schweizer Standorte nicht geeignet ist Atommüll über einen Zeitraum von 33.000 Menschheits-Generationen sicher zu verwahren? Es ist politisch korrekt zu fordern, dass jedes Land, das AKW betreibt, den Atommüll auf eigenem Boden endlagert. Es ist wissenschaftlich korrekt anzunehmen, dass Atommüll eine längere Halbwertszeit hat als Nationalstaaten. Wenn nicht wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen werden kann, dass das Schweizer Endlager den Sicherheitsansprüchen an ein geologisches Tiefenlager für eine Zeitdauer von 1 Million Jahren wirklich genügt, dann müssen internationale Lösungen angedacht werden. Dann muss die Schweiz "Abnehmer" für den langlebig-hochradioaktiven Müll suchen, dafür aber als Ausgleich große Mengen an leicht- und mittelaktivem Müll importieren. Für die Lagerung von leicht- und mittelaktivem Müll dürfte der Schweizer Opalinuston geeignet sein. Sich mit dem Export des ganzen Atommülls aus der Verantwortung zu stehlen, geht nicht.

Die Produktion von hochradioaktivem Atommüll, der 33.000 Menschheitsgenerationen gefährdet, hat Probleme geschaffen, die sich leider mit politischer Korrektheit und dem alten Denken in engen Nationalstaatsgrenzen nicht immer lösen lassen.
Wenn die Badewanne überläuft, dann beginnt man nicht mit dem Aufwischen, sondern stellt zuerst die Wasserzufuhr ab. Die weitere Produktion von Atommüll, gerade auch im ältesten AKW der Welt, muss auch in der Schweiz schnell beendet werden.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, (Der Autor war 30 Jahre lang BUND-Geschäftsführer und ist Mitglied im Vorstand des Trinationalen Atomschutzverbandes TRAS)

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