Prolix Studienführer - Freiburg
Montag, 01.März 2021 Uhr

 
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Guten Morgen liebe Besucher unserer Webseite des Freiburger StudienfĂŒhrers!
 
Hier finden Sie alle Redaktionsbeiträge für Erstsemester und für Langzeitstudierende. Wir bemühen uns, die Informationen fortlaufend zu aktualisieren, zahlreiche Links laden dazu ein, direkt zu Angeboten anderer Websites zu kommen. Wer Anregungen hat, bitte mit dem Kontaktformular bei uns melden.
 
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Verschiedenes 

Ein Volksschriftsteller und Antisemit in Freiburg

Alban Isidor Stolz wurde am 3. Februar 1808 in BĂŒhl (Baden) geboren und verstarb am 16. Oktober 1883 in Freiburg im Breisgau. Er war ein deutscher katholischer Theologe, Volksschriftsteller und Erziehungswissenschaftler.

Das nach Alban Stolz benannte katholisches Studentenwohnheim in Freiburg-Littenweiler wurde 2017 wegen Stolz’ antisemitischer Äußerungen umbenannt und Alban von Mainz gewidmet.

Die Stadt Freiburg unterstĂŒtzt das Erzbischöfliche Ordinariat, das Alban-Stolz-Denkmal vor der Konviktskirche in der Herrenstraße zu entfernen, die Untere Denkmalschutzbehörde muss sich aber an das vorgegebene Verfahren halten

Durch die Diskussionen der aktuellen DenkmalstĂŒrze ist auch das Alban-Stolz-Denkmal in der Herrenstraße derzeit in der Diskussion. Die Stadt unterstĂŒtzt das Erzbischöfliche Ordinariat, das Alban-Stolz-Denkmal vor der Konviktskirche in der Herrenstraße zu entfernen, ist aber nicht frei in der Entscheidung, da sich die untere Denkmalschutzbehörde an das vorgegebene Verfahren halten muss.

Auch die Alban-Stolz-Straße wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt. Die Stadtverhaltung weist eindrĂŒcklich darauf hin, dass sie sich dafĂŒr vehement eingesetzt hat, die Alban-Stolz-Straße umzubenennen.

Zu der Diskussion um die Entfernung des Alban-StolzDenkmals in der Herrenstraße erlĂ€utert Erster BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach: „Nach dem Vorlauf zur Umbenennung der Alban-Stolz-Straße ist es nur schwer ertrĂ€glich zu akzeptieren, dass das Denkmal in der Herrenstraße stehen bleiben soll. Dies auch und insbesondere vor dem Hintergrund, dass aktuell in den verschiedensten LĂ€ndern diskutiert wird, ob die DenkmĂ€ler von Personen Bestand haben sollen, die politisch im Hinblick auf Rassismus und/oder Antisemitismus sehr kritisch zu bewerten sind. Die Stadt wird deshalb auf das Landesamt fĂŒr Denkmalpflege und gegebenenfalls die Obere Denkmalschutzbehörde zugehen, um das Erzbischöfliche Bauamt in seinem Antrag zu unterstĂŒtzen.“

Und BaubĂŒrgermeister Martin Haag: "Es ist bedauerlich, dass die Stadt hier im Rahmen der Vollzugsverwaltung keinen Spielraum hat.“ Auch er sieht den Fortbestand des Denkmals kritisch.

Im Rahmen des Widerspruchsverfahrens wird die Untere Denkmalschutzbehörde mit dem Landesamt in die Diskussion gehen, um dem Widerspruch abzuhelfen, damit das Denkmal versetzt werden kann. Sofern sich hier kein einvernehmliches Ergebnis erzielen lĂ€sst, wird die Stadt die Sache zum Dissensfall erklĂ€ren, sind sich Erster BĂŒrgermeister von Kirchbach und BaubĂŒrgermeister Haag einig. Eine rein denkmalschutzrechtliche Betrachtung ist zur Beurteilung des Antrags der Erzdiözese nicht zielfĂŒhrend.





Verschiedenes 

Fitnesstracker: Wer misst, misst Mist

Von ï»ż25 geprĂŒften Fitnesstrackern liefern nur zwei Smartwatches stimmige Werte. Vor allem die getesteten FitnessarmbĂ€nder messen Puls, Kalorienverbrauch und zurĂŒckgelegte Strecke sehr ungenau. Abweichungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit, teilweise liegen sie auch ĂŒber 50 Prozent.

Beim Laufen etwa zeigte das Xiaomi-Fitnessarmband im Mittel aller Probanden einen um 18 Prozent zu geringen Puls an. Im Extrem nannte das Armband fĂŒr eine Testjoggerin einen Wert von 104 – statt 181. Bei der Streckenmessung zeigten viele geprĂŒfte ArmbĂ€nder beim Radfahren keine Strecke an. Selbst beim Gehen wichen sie ab – im Extrem um bis zu fast 40 Prozent. Bei den verbrannten Kalorien lag Garmin beim Gehen fast 75 Prozent daneben.

Die Tester raten, die ArmbÀnder mit dem Smartphone zu koppeln. Dann können sie auf die Satellitenortung der Telefone zugreifen. Wer immer genaue Messwerte bekommen möchte, sollte aber gleich zu den zwei guten, aber teuren Smartwatches greifen. Sie kommen von Apple und Garmin und kosten rund 500 bzw. 330 Euro. Es gibt jedoch auch Smartwatches, die insgesamt nur ausreichend abschneiden.

In punkto StabilitÀt sind alle GerÀte im Test sehr gut oder gut, beim Schutz der Nutzerdaten alle nur befriedigend oder ausreichend.

Der vollstĂ€ndige Test findet sich in der ï»żJuli-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter ï»żwww.test.de/wearables abrufbar.

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Veranstaltungen 

Casting fĂŒr ein MusiktheaterstĂŒck? Echt, jetzt??

SchutzanzĂŒge, Labor, BeatmungsschlĂ€uche
 wer hĂ€tte ahnen können, dass die dystopischen Szenen aus der letzten MONDO-Produktion „Freiburg liegt am Meer“ vom Januar 2020 so schnell Wirklichkeit werden? Aus heutiger Sicht wirken sie geradezu visionĂ€r - und beweisen die Wichtigkeit und die Kraft des Theaters.

Deshalb macht MONDO weiter! Obwohl Castings, Proben, Singen, Tanzen, AuffĂŒhrungen vor Publikum sich derzeit leider sehr unrealistisch anhören. Trotzdem suchen wir Studierende, die sich mit dem Regie-Team zusammen ĂŒberlegen, wie man eine Produktion auf die Beine stellen kann, die auch in Zeiten von Corona funktioniert. Ideen gibt es bereits viele! Wer Lust hat, mitzumachen und seine Ideen beizusteuern, hat bei unseren Casting- und Kennenlern-Terminen die Gelegenheit, sich zu informieren und sich vorzustellen. Alle Termine finden in der Mensa Institutsviertel statt:

Mo, 20. Juli 2020, 18:30 – 22:00 Uhr:
Kennenlernen, KonzeptionsgesprÀch I,
Workshop Improvisation und Tanz

Do, 23. Juli 2020, ab 18:30 Uhr:
Vorsing-Termine nach Absprache von Montag

Sa, 25. Juli 2020, 10:00 – 13:00 Uhr:
KonzeptionsgesprÀch II

SelbstverstÀndlich achten wir bei allen Terminen auf die Corona-Hygienevorschriften

Anmeldung/ Bewerbung bis 19. Juli bitte per mail an: dashohef@yahoo.com
Alle weiteren Infos gibt’s online ...

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Verschiedenes 

Vereint nach drei Jahrzehnten?

Zeitschrift „BĂŒrger & Staat“ der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg mit neuem Themenheft

Mit der Zeitenwende 1989/1990 und ihren Nachwirkungen beschĂ€ftigt sich ein neues Heft, das bei der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg (LpB) jetzt vorliegt. „Vereint nach drei Jahrzehnten?“ lautet der Titel der Neuausgabe von „BĂŒrger & Staat“. 13 BeitrĂ€ge thematisieren die UmwĂ€lzungen dieser beiden „Epochenjahre“, die Folgen der Transformationsprozesse und vor allem die Umbruchserfahrungen, die die ostdeutsche Bevölkerung erlebte.

Wie haben sich die politischen Einstellungen in Ost- und Westdeutschland im Zeitverlauf entwickelt? Ist Deutschland heute, mit Blick auf das Wahlverhalten und das Parteiensystem, politisch zweigeteilt? Und wie tiefgehend ist die Spaltung der Gesellschaft? Ein Aufsatz zur politischen Kultur nimmt dies anhand von Unterschieden zwischen einzelnen BundeslĂ€ndern in den Blick. Das Heft enthĂ€lt zudem BeitrĂ€ge, die ĂŒber individuelle Erfahrungen und Erlebnisse im Osten und im Westen berichten. Auch das Interviewprojekt „Generation 1975 – mit 14 ins neue Deutschland“ eröffnet persönliche Sichtweisen auf einen Abschnitt der deutsch-deutschen Geschichte, den Mauerfall und die Wiedervereinigung. Bilder von Siegfried Wittenburg, in den 80er-Jahren ein wichtiger Fotograf der DDR und als Verfechter der freien MeinungsĂ€ußerung in Wort und Bild mit dem Regime in Konflikt geraten, halten Menschen im Alltag im vereinten Deutschland fest.

Die LpB-Zeitschrift „BĂŒrger & Staat“ greift aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen auf. Sie erscheint dreimal jĂ€hrlich und richtet sich an das Fachpublikum, gleichermaßen ist die interessierte Öffentlichkeit angesprochen.

Kostenlose Einzelhefte und GruppensÀtze können im Webshop der Landeszentrale bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop. Ab einem Gewicht von 500 g werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.

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Verschiedenes 

Kein Sommer ohne ZMF

„Don’t stop the music – support our artists!” Mit diesem Leitgedanken bringt das Freiburger Sommer-Highlight dieses Jahr ein bisschen ZMF-GefĂŒhl zu seinen Fans nach Hause.

Aufgrund der Corona-Krise kann das ZMF 2020 nicht in gewohnter Umgebung stattfinden. Doch die Festivalbesucher*innen und Fans mĂŒssen auf ein bisschen ZMF-AtmosphĂ€re in diesem Sommer nicht verzichten. Gemeinsam mit dem Förderkreis Freiburger Musikfestival e.V. und dem ZMF-Nachhaltigkeitspartner NaturEnergie wurde die Idee entwickelt, das ZMF in Teilen von zuhause erlebbar zu machen und gleichzeitig die regionalen KĂŒnstler*innen, Projekte und Partner zu unterstĂŒtzen. Damit steht das Projekt unter dem Leitgedanken „Don’t stop the music – support our artists“.

Auf der eigens geschaffenen Plattform www.zmf-on-air.de gibt es ab sofort ein laufendes Angebot an (Live-)Konzerten, Mitmachaktionen, Backstage-Videos, DJ-Sets und mehr – ein buntes Programm, an dem jede*r kostenlos teilnehmen kann und mit einer Spende die Möglichkeit hat, die teilnehmenden KĂŒnstler*innen und Projekte zu unterstĂŒtzen.

Insbesondere wĂ€hrend des angedachten Festivalzeitraums vom 15. Juli bis 2. August wird es tagtĂ€glich etwas zu entdecken geben, fast so wie auf dem richtigen ZMF! Auch nach dem Stream sind die Videos weiterhin abrufbar. Am Ende des Projektzeitraums werden alle eingenommenen Spenden an die KĂŒnstler*innen verteilt.

Das erste Konzert mit dem Trio „La TĂȘte“ wird an diesem Samstag (20.06.20) ab 19 Uhr live gestreamt. Das umfangreiche Repertoire des Trios reicht von Akustik-Pop Versionen alter und neuer Hits bis hin zu entspanntem Dinnerjazz.

ZMF support our artists – vom 15.07. – 02.08.2020
Vorprogramm ab 20. Juni ...

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Verschiedenes 

ÜberbrĂŒckungshilfe fĂŒr Studierende in akuter Notlage

AntrÀge können ab 16. Juni, 12.00 Uhr online gestellt werden

Das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) hilft Studierenden, die wegen der Corona-Pandemie nachweislich in akuter Notlage sind, mit insgesamt 100 Millionen Euro ZuschĂŒssen. Sie werden ĂŒber die Studenten- und Studierendenwerke vergeben.

Die ÜberbrĂŒckungshilfe kann ab 16. Juni 2020, 12 Uhr, online beantragt werden. Aus technischen GrĂŒnden können die AntrĂ€ge aber erst ab 25. Juni 2020 bearbeitet und geprĂŒft und Auszahlungen veranlasst werden.

Weitere Informationen:
https://www.swfr.de/geld/corona-nothilfe/
Die wichtigsten Fragen: https://www.swfr.de/fileadmin/downloads/geld/faqs_fuer_studierende_deutsch.pdf

BMBF-Hotline zur ÜberbrĂŒckungshilfe:
Telefon: 0800 26 23 003
E-Mail: ueberbrueckungshilfe-studierende@bmbf.bund.de

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Verschiedenes 

Wett­bewerb „Jugend testet 2020“

Sieger-Teams arbeiten ĂŒber Haar­schutz­mittel und Schulplaner-Apps

Die Siegerinnen und Sieger stehen fest: Aus 618 einge­reichten Wett­bewerbs­beitrĂ€gen hat die Jury des Wett­bewerbs „Jugend testet“ jetzt die sechs besten Arbeiten ausgewĂ€hlt. Mehr als 2.300 junge Leute im Alter von 12 bis 19 Jahren haben um die Haupt­preise konkurriert. Dabei testeten die Jugend­lichen alles, was ihnen unter die Finger kam: Back­fische und Bienenwachs­tĂŒcher, DiĂ€ten und Döner­imbisse, Panzertape und Puddingpulver, Navigations- und Meditations-Apps – nichts war vor ihrem prĂŒfenden Blick sicher.

Verbraucher­schutz­ministerin Christine Lambrecht, Schirmherrin des Wett­bewerbs, lobt nicht nur die diesjĂ€h­rigen PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger, sondern alle Teilnehmenden fĂŒr ihr Engagement und ihre beein­druckenden Projekte: „Bei ‚Jugend testet‘ zeigen uns Jugend­liche, was es heißt, unsere Konsumwelt kritisch und konstruktiv zu hinterfragen“.

Insgesamt 12.000 Euro gab es in den beiden Wett­bewerbs­kategorien Produkttests und Dienst­leistungs­tests zu gewinnen. Der mit 2.500 Euro dotierte 1. Preis in der Kategorie Produkttests geht an eine SchĂŒlerin der Liebigschule in Gießen (Hessen) fĂŒr ihren ï»żTest von Hitzeschutzmitteln fĂŒr Haare. Nach dem Auftragen der Mittel strapazierte sie Haar­strĂ€hnen systematisch mit Föhn und GlĂ€tt­eisen und analysierte im Raster­elektronenmikroskop, wie gut die Produkte die Haare tatsĂ€ch­lich schĂŒtzen.

Auch bei den anderen PreistrĂ€gerinnen in dieser Wett­bewerbs­kategorie dreht sich alles ums Haar. FĂŒr ihren ï»żTest von Zopfgummis erhalten drei SchĂŒle­rinnen des Gymnasiums Markt­breit in Franken (Bayern) den mit 2.000 Euro dotierten 2. Preis. Sie wollten unter anderem wissen, wie reiß­fest die Haar­gummis sind, ob sie zum Ausleiern tendieren, auch beim Schwimmen unter Wasser guten Halt geben oder beim Heraus­nehmen aus dem Haar ziepen.

Der 3. Preis und 1.500 Euro gehen an vier RealschĂŒle­rinnen aus Schöll­nach (Bayern) fĂŒr ihren ï»żTest von festen Haarwaschmitteln. Sie prĂŒften nicht nur, wie ergiebig die Mittel sind und ob der Schaum die Augen reizt. Wichtig war ihnen vor allem das Wasch­ergebnis: Lief es gut, waren die Haare nach dem Waschen glĂ€nzend, locker und leicht kĂ€mm­bar. Bei den schlechteren Mitteln sahen die Haare hinterher fettiger aus als zuvor.

In der Kategorie Dienst­leistungs­tests geht der 1. Preis an einen SchĂŒler des Wilhelm-von-Siemens-Gymnasiums in Berlin fĂŒr seinen ï»żTest von digitalen Schulplanern. Akribisch untersuchte er den Funk­tions­umfang der Apps. Dabei interes­sierte ihn vor allem, ob sich neben der Stundenplan­funk­tion auch die Haus­aufgaben digital notieren, Noten­systeme einstellen und Noten­durch­schnitte fĂŒr jedes Fach berechnen lassen. Außerdem prĂŒfte er, ob die Apps daten­schutz­konform sind und wie leicht sie sich konfigurieren lassen.

Ebenfalls mit einer App hat sich eine SchĂŒlerin der beruflichen Oberschule Straubing (Bayern) beschĂ€ftigt. Sie untersuchte mit 20 Probandinnen, wie intuitiv sich kostenfreie ï»żZykluskalender-Apps bedienen lassen und ob Anwende­rinnen ihre Daten mit Pass­wort oder Code sichern können. Wichtig war ihr außerdem, was die App-Anbieter laut ihrer Daten­schutz­richt­linien mit den erhobenen Daten zu Zyklus, VerhĂŒtungs­methoden, GrĂ¶ĂŸe und Gewicht der Frauen machen. DafĂŒr erhielt sie 2.000 Euro und den 2. Preis.

Der 3. Preis geht an zwei SchĂŒle­rinnen des FĂŒrst-Johann-Moritz-Gymnasiums in Siegen (NRW) fĂŒr ihren ï»żTest von GemĂŒsekisten-Lieferanten. Sie beur­teilten nicht nur Kundenfreundlich­keit und FlexibilitĂ€t der Anbieter bei der Zustellung sowie Angebots­vielfalt und Frische des gelieferten GemĂŒses. Ihnen war vor allem wichtig, wie nach­haltig das Angebot der Lieferanten ist, also RegionalitĂ€t, Saison­alitĂ€t, Verpackung, Anbaubedingungen und Lieferwege.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie fĂ€llt die fest­liche Preis­verleihung dieses Jahr aus. DafĂŒr erhalten die PreistrĂ€ger*innen neben ihren Geld­preisen Einladungen zu einer drei­tĂ€gigen Berlin-Reise im nĂ€chsten Jahr.

Neben den sechs Haupt­preisen vergibt die Stiftung Warentest zahlreiche Anerkennungs­preise und Urkunden. Die nÀchste Runde startet im September 2020.

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Verschiedenes 

Atomkraftwerk Fessenheim: Ein erster RĂŒckblick

Am 22.2.2020 wurde Reaktor I in Fessenheim (F) abgeschaltet und die Stilllegung von Reaktor II soll am 30.6.2020 folgen.
Schon 1962 gab es erste Überlegungen der ÉlectricitĂ© de France (EDF) fĂŒr den Bau von Atomkraftwerken in Fessenheim.
UrsprĂŒnglich angedacht waren gasgekĂŒhlte graphitmoderierte Reaktoren, gebaut wurden Druckwasserreaktoren.
Mit dem Bau von Block 1 im Erdbebengebiet am Oberrhein wurde am 1. September 1971 begonnen. Die Kernspaltung begann am 7. MĂ€rz 1977.
Der Bau von Block 2 wurde am 1. Februar 1972 begonnen. Die Kernspaltung begann am 27. Juni 1977.
Der EDF gehören 67,5% der Strombezugsrechte der Anlage, die EnBW hĂ€lt 17,5% und die ĂŒbrigen 15 % gingen an eine Schweizer Kernkraftwerks-Beteiligungsgesellschaft AG (KBG).
Schon in der Planungsphase gab es eine Anti-Atombewegung in Frankreich und im Elsass, die erst spĂ€ter aus Frankreich nach SĂŒdbaden und in die Nord-Schweiz getragen wurde.
Die erste Demonstration gegen ein französisches AKW fand am 12. April 1971 in Fessenheim statt.
Der "Höhepunkt" der Umweltbewegung am Oberrhein 1975, die erfolgreichen Besetzungen des Bleichemiewerks in Marckolsheim und der AKW Wyhl (D) und Kaiseraugst (CH) kamen fĂŒr Fessenheim zu spĂ€t. Der festungsĂ€hnliche Zaun war nicht ĂŒberwindbar.
Ab MĂ€rz 1976 wurde in Heiteren die Baustelle des letzten noch nicht fertig gestellten Hochspannungsmastes fĂŒr die Stromleitung des in Fessenheim produzierten Atomstroms besetzt. Auch der große Hungerstreik französischer UmweltschĂŒtzer in Roggenhouse konnte die Inbetriebnahme nicht verhindern. Sie erzwangen aber die GrĂŒndung der ersten französischen Kontrollkommission.
1976-1977 verhinderte die elsĂ€ssisch-badische Bevölkerung mit einer Bauplatzbesetzung den Bau des AKW Gerstheim bei Straßburg. Auch in Plogoff in der Bretagne fĂŒhrte massiver Widerstand zum Nichtbau eines AKW.
Das grenzĂŒberschreitende "Nai hĂ€mmer gsait" zur Atomkraft genĂŒgte den Aktiven nicht. Im Sommer 1976 veranstalteten die Badisch-ElsĂ€ssischen BIÂŽs und der damals frisch gegrĂŒndete BUND die weltweit erste große Ausstellung zu alternativen Energien in Sasbach am Kaiserstuhl.
Ab der Inbetriebnahme 1977 begann die große Gefahr fĂŒr die Menschen am Oberrhein. Menschen starben bei der Gewinnung von Uranerz. Über den Schornstein und das Abwasser wurde stĂ€ndig RadioaktivitĂ€t abgegeben.
Die KatastrophenschutzplĂ€ne fĂŒr das AKW Fessenheim waren noch bis 1977 geheim. Doch Umweltaktive "entliehen nicht ganz legal" die geheimen Seiten 144 bis 401 des Katastrophenschutzplans aus dem Landratsamt Lörrach und veröffentlichten diese.
Nach der Inbetriebnahme begann eine unendliche Kette von technischen Problemen, Schlampereien, StörfÀllen, Pleiten, Pech und Pannen.
Zwischen 1971 und 2020 gab und gibt es einen massiven, langsam und kontinuierlich anschwellenden Protest im Elsass, in SĂŒdbaden und der Schweiz, ein Protest in den eine Vielzahl von Kulturschaffenden tief eingebunden ist. Anti-Atom-Protest war und ist auch ein wichtiger Teil der alemannischen Regionalkultur.
Hunderttausende von Flyern, Plakaten, Bannern, Aufklebern und Ansteckern wurden produziert und verteilt.
Mit PresseerklĂ€rungen, BĂŒchern, BroschĂŒren, Newslettern und Internetseiten wurde die Bevölkerung informiert.
1977 wurde als deutsch-französisches Projekt der illegale Piratensender Radio Verte Fessenheim gegrĂŒndet, aus dem spĂ€ter Radio Dreyeckland wird.
Bei einer Demonstration gegen den schnellen BrĂŒter SuperphĂ©nix in Malville mit 60.000 Teilnehmern wurde am 31. Juli 1977 ein Demonstrant von einer Polizeigranate getötet. Die außergewöhnliche BrutalitĂ€t des Polizeieinsatzes hat die französische Anti-Atom-Bewegung jahrzehntelang geschwĂ€cht.
Die radioaktive Wolke der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 "endete genau" an der französischen Grenze. Der Fessenheimer Dauerprotest bekam neuen Auftrieb.
UrsprĂŒnglich war auf dem eingezĂ€unten Fessenheimer AKW-GelĂ€nde der Bau von vier Reaktoren vorgesehen; erst 1991 wurde der Bau der Blöcke III und IV durch den anhaltenden Protest und den Atomunfall in Harrisburg, endgĂŒltig gestoppt.
Um der Atomkraft ein grĂŒnes Image zu geben erhĂ€lt das AKW im Jahr 2003 fĂŒr den "Schutz von Fauna, Flora und Orchideen um das Kernkraftwerk, fĂŒr MĂŒlltrennung u.a." die Umweltzertifizierung nach ISO 14001. "Umweltzertifikate" werden gezielt fĂŒr Greenwash missbraucht.
Um die Umweltbewegung zu kaufen grĂŒnden EDF und EnBW im gleichen Jahr den Umweltverein "Au fil du Rhin" (dt.: "Am Rhein entlang)". Der Versuch den Begriff der Nachhaltigkeit fĂŒr sich zu besetzen und die Umweltbewegung zu spalten scheitert.
2005 wurde der Trinationale Atomschutzverband (TRAS) gegrĂŒndet. Er arbeitet intensiv am Ziel, auf dem Rechtsweg und mit qualifizierten Gutachten eine Stilllegung der Reaktoren des KKW Fessenheim zu erreichen.
Im Jahr 2007 kritisierten die französische Umweltorganisation CSFR und der BUND die gefĂ€hrlichen PlĂ€ne des französischen StaatsprĂ€sidenten Sarkozy, Atomkraftwerke und damit Atomkraftwaffen nach Libyen und in andere Spannungsgebiete des Nahen Ostens zu exportieren. Der libysche RevolutionsfĂŒhrer Muammar al-Gaddafi galt zu diesem Zeitpunkt noch als "guter, nĂŒtzlicher" Diktator.
Um auch sprachlich Akzeptanz zu schaffen wurden die KatastrophenschutzplÀne zu NotfallschutzplÀnen und aus der Katastrophe wurde das Ereignis...
Bei einer der grĂ¶ĂŸten der unzĂ€hligen, gewaltfreien Fessenheim-Demos im Jahr 2009 wurde die Stadt Colmar von der Polizei in eine Festung verwandelt. Vor der Demo wurde wieder einmal gezielt versucht, Angst vor "auslĂ€ndischen" Umwelt-Aktiven zu schĂŒren.
Die Atomkatastrophe von Fukushima am 11. MĂ€rz 2011 erschĂŒtterte die Welt, leitete den deutschen Atomausstieg ein und stĂ€rkte den Fessenheim-Protest. Auf der badischen Rheinseite wurde der Widerstand parteiĂŒbergreifend Mehrheitsmeinung und auch Gemeinden mit konservativer Mehrheit traten dem TRAS bei.
In den sich hĂ€ufenden Hitzesommern muss das kĂŒhlturmlose AKW, das wie ein gigantischer Tauchsieder den Rhein erhitzt, immer hĂ€ufiger abgestellt werden.
Seit der Atomkatastrophe von Fukushima gab es am Oberrhein kontinuierliche Mahnwachen gegen Atomkraft und das AKW Fessenheim.
Der Neubau des „Druckwasserreaktors der Zukunft“ in Flamanville wurde zum hochriskanten finanziellen Fiasko. Der Bau des Reaktors sollte knapp ĂŒber drei Milliarden Euro kosten und viereinhalb Jahre dauern. Nun ist er mehr als vier Mal teurer und braucht ĂŒber 15 Jahre Bauzeit. Fehlerhafte SchweißnĂ€hte in einem schwer zugĂ€nglichen Bereich des SicherheitsbehĂ€lters sind nicht reparierbar.
Zum Entsetzen der weltweiten Atomlobby bekommen die VisionĂ€re der Sonnentage von 1976 in Sasbach Recht. Strom aus Wind und Sonne ist kostengĂŒnstiger als Atomstrom.
Umso aggressiver, mit neuen Durchsetzungsstrategien und industrienahen Schein-BĂŒrgerinitiativen wie "Nuklearia" werden jetzt die alternativen Energien bekĂ€mpft um neue AKW politisch durchzusetzen.
Die Aktien der EDF (ÉlectricitĂ© de France) sind im Keller und der Atomkonzern wies 2016 einen Schuldenstand von 37,4 Milliarden Euro auf. Aus Verzweiflung plante der Konzern die Gefahrzeit der französischen AKW ĂŒber 40 Jahre hinaus zu verlĂ€ngern; angestrebt werden hochriskante 60 Jahre.
Im Jahr 2012 kam die erste AbschaltankĂŒndigung fĂŒr die Fessenheimer Reaktoren von StaatsprĂ€sident Hollande. Viele weitere AbschaltankĂŒndigungen, aber auch Demos und Aktionen folgten.
Am 22.2.2020 wurde der marode Reaktor I von Fessenheim abgeschaltet und die Stilllegung von Reaktor II soll am 30.6.2020 folgen.

Aussichten:

Nach der Abschaltung beider Reaktoren bleibt die Gefahr eines schweren Atomunfalls noch 3 bis 4 Jahre, solange die schlecht gesicherten "Abklingbecken" nicht entleert sind.
Schon jetzt beginnt die grenzĂŒberschreitende Umweltbewegung den Abriss kritisch und konstruktiv zu begleiten, auch um einen gefĂ€hrlichen Billigabriss zu verhindern.
Nach den Erfolgen in Wyhl, Gerstheim, Kaiseraugst und Fessenheim werden die maroden AKW in Beznau (CH) und Leibstadt (CH) und die Verteidigung der Energiewende noch stĂ€rker in den Fokus der Umweltbewegung rĂŒcken.
Der in Fessenheim produzierte AtommĂŒll wird noch ca. eine Million / 1.000.000 Jahre strahlen und ĂŒber 33.000 Generationen gefĂ€hrden.
Die Reaktor-Schließung ist kein Anlass fĂŒr Triumph. Sie gibt der Region am Oberrhein ein wenig mehr Sicherheit und ist Grund fĂŒr Erleichterung und Freude. Im großen, globalen Krieg des Menschen gegen die Natur und damit gegen uns selber, haben wir die Zerstörungsprozesse entschleunigt und einen kleinen, wichtigen, regionalen Teilerfolg erzielt. Es lohnt, sich zu engagieren. Mein Dank geht an die unzĂ€hligen Aktiven, an Freundinnen und Freunde.


Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, VizeprĂ€sident TRAS, Kreisrat, (Alt-) BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer und seit 1974 in der grenzĂŒberschreitenden Umwelt- und Naturschutzbewegung am Oberrhein aktiv

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